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Angeborene Fehler an der Hand

dolgundudakAngeborene Handprobleme: Von je 500 Neugeborenen sieht man bei einem ein angeborenes Problem an der Hand oder den oberen Extremitäten. Die am häufigsten beobachteten angeborenen Handprobleme sind Syndaktilien (Haut zwischen den Fingern oder Zehen, bzw. Zusammenwachsen) und Polydaktilien (Zusätzliche Finger an der Hand).

Beim größten Teil der angeborenen Handprobleme kann durch chirurgische Behandlung normales oder fast normales Aussehen und Funktionen erreicht werden. Die Hände und Arme wachsen und formen sich im zweiten Monat der Schwangerschaft. Manchmal kann es jedoch aus umgebungsbedingten (Krankheiten während der Schwangerschaft, eingenommene Medikamente u.ä.), genetischen (Heirat unter nahen Verwandten erhöhen das Risiko) oder multifaktoriellen Gründen zu Stockungen oder Fehlern in der Entwicklung kommen. Probleme der oberen Extremitäten können separat oder zusammen mit Problemen in anderen Körperbereichen auftreten. Dies kann in der Familie nach der Geburt und bei dem Kind selbst im ALter von 4-5 Jahren, wenn es beginnt, an Gruppenaktivitäten teilzunehmen, zu psychologischen Problemen führen. Außerdem beginnt das Kind, da Kinder über eine sehr große Anpassungsfähigkeit verfügen, seine behinderte Hand so wie sie ist zu benutzen. Falls die Operation zu spät durchgeführt wird, ist es schwieriger für das Kind, sich an die neue Form der Hand zu gewöhnen. Für alle Operationen gibt es eine Altergrenze oder ein Alter, in denen man maximal von den Eingriffen profitieren kann.

Syndaktilie (Zusammengewachsene Finger)

Bei der Syndaktilie sieht m an an 2-3 Fingern der Hand nicht die übliche Trennung, sondern sie sehen innerhalb derselben Hauthülle zusammengewachsen aus. Dies kommt einmal bei 2000 Geburten vor. Dieses zusammengewachsene Aussehen kann vom Anfangspunkt des Fingers bis zur Fingerspitze oder bis zur einem beliebigen Punkt dazwischen gehen. Die Finger können sich auch die Blutgefäße teilen. Es kommt am häufigsten zwischen dem 2. und 3. Finger vor . Es wird durch eine Radiografie das Verhältnis der Knochen zueinander kontrolliert. An der menschlichen Hand ist die Länge zweier nebeneinander liegender Finger niemals gleich. Daher ist eine Operation unbedingt erforderlich, damit die Entwicklung und das Wachstum der Finger nicht gestoppt werden. Falls zwischen dem Daumen und dem 2. Finger eine Syndaktilie besteht, muss das Kind im 4-6 Monat operiert werden, falls sie zwischen den anderen Fingern besteht, um 1 Jahr herum. Falls drei Finger zusammengewachsen sind, wird erst ein Finger getrennt, später dann in einer zweiten Operation die anderen beiden Finger. Während der Operation wird, um die fehlende Haut zwischen den Fingern zu ersetzen, ein Stück Haut aus der Innenseite der Beine entnommen. Die Hand wird 3 Wochen in Gips gehalten.

Polydaktilie (Zusätzliche Finger an der Hand)

Hier hat eine Hand mehr als fünf Finger. Dies ist die am häufigsten auftretende Anomalie der Hand. Es gibt viele verschiedene Typen. Die Finger können aussehen, als seien sie von der Fingerspitze an gespaltet worden, oder sie können auch wie komplett separate zusätzliche Finger aussehen, oder aber auch wie eine Warze neben einem Finger, in der sich aber auch Knochen befinden können. Hier muss zwischen 6 Monaten und 2 Jahren operiert werden. Falls das Problem das Weichgewebe betrifft, muss die Hand 3 Wochen lang in Gips gehalten werden, falls es Probleme mit den Knochen gibt, 6 Wochen.

Amniotisches – Band – Syndrom

Dies kann an den Händen, Fingern, Armen oder Beinen vorkommen. Der Arm oder Finger sehen aus, als seien sie mit einem dünnen Faden umwickelt und geschnürt (Schnürringsyndrom) worden. Von diesem Ring ist der Teil zur Fingerspitze hin wichtig. Falls im Teil dieses Rings zur Fingerspitze hin Durchblutungsprobleme auftreten, ist eine sofortige Operation nötig. In den anderen Fällen sollte innerhalb von einigen Wochen nach der Geburt operiert werden. Denn das Syndrom kann die Entwicklung und Ernährung der Finger beeinflussen.

Spalthand

Durch einen Entwicklungsfehler in der Hand sieht der mittlere Handbereich wie gespalten aus. Die Hand sieht wie der Buchstabe “V” aus. Der 3. Finger kann fehlen. Die anderen Finger können auch unterentwickelt sein. Dies kommt einmal in 90.000 Geburten vor. Falls eine Syndaktilie vorhanden ist, wird diese zuerst korrigiert. Später werden dann Operationen durchgeführt, welche die Finger einander näher bringen und den Spalt schließen.

Die Klumphand

Im Vorderarm befinden sich zwei Knochen. Diese heißen Radius und Ulnar. Wenn diese Knochen mangelhaft entwickelt sind oder fehlen, neigt sich der Vorderarm oder die Hand in diese Richtung. Zusammen damit kann auf derselben Linie ein Fehlen oder eine Anomalie der Finger, Muskeln, oder Nerven beobachtet werden. Dies wird einmal in 30.000 bis 100.000 Geburten beobachtet. Im Allgemeinen wird es zusammen mit anderen Anomalien im Körperbereich wie Herz- und Kreislaufstörungen, Blutkrankheiten, Krankheiten des Verdauungssystems und der Nieren u.ä. beobachtet. Zuerst werden ab dem Zeitpunkt der Geburt Manipulationen und Schienungen durchgeführt, um den Arm in die richtige Position zu bringen. Wenn das Kind dann drei Jahre alt ist und der Gesundheitszustand gut ist, werden Operationen durchgeführt, um die Hand auf die Mittellinie zu bringen.

Spastischer Arm, Spastische Hand

Bei spastischen Kindern ist das Problem, dass das Gehirn falsche Signale versendet und dadurch in Hand und Arm ungewollte Bewegungen und Kontraktionen verursacht werden. Das Kind kann in dieser Situation keinen Gegenstand fassen oder greifen und hat große Probleme damit, seine eigene Arbeit zu verrichten. Es kann das Alltagsleben nicht alleine bewältigen. Bei diesen Kindern sind Toxin-Anwendungen sehr erfolgreich. Wenn extrem verkrampfte Muskelgruppen bestimmte Bewegungen nicht zulassen, kann Toxin angewandt werden. Dies erleichtert bestimmte Bewegungen für das Kind wie das Anziehen, Haare kämmen, Gegenstände greifen.

Außerdem kann, wenn das Kind seinen Finger nicht krümmen kann, im Handinneren, falls es seine Hand nicht heben kann, auf dem Handrücken, durch Tendonentransfers dafür gesorgt werden, dass es diese Bewegungen verwirklichen kann.